Uw-Wert

Uw-Wert: Der wichtigste Kennwert für die Energieeffizienz Ihres Fensters

Uw-Wert – kurz erklärt

Der Uw-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters (w = window). Er gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturdifferenz durch das Fenster verloren geht. Die Einheit ist W/(m²K). Je niedriger der Uw-Wert, desto besser dämmt das Fenster.

Was ist der Uw-Wert bei Fenstern?

Der Uw-Wert beschreibt die Wärmedämmleistung eines kompletten Fensters, also von Rahmen, Verglasung und Glasrandverbund zusammen. Er ist der wichtigste Kennwert, wenn es um die Energieeffizienz von Fenstern geht. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt Höchstwerte für den Uw-Wert fest, die bei Neubau und Sanierung eingehalten werden müssen.

Für Bauherren und Renovierer ist der Uw-Wert die zentrale Vergleichsgröße beim Fensterkauf: Er zeigt auf einen Blick, wie energieeffizient ein Fenster wirklich ist, und entscheidet mit darüber, ob KfW-Förderungen beantragt werden können.

Wie setzt sich der Uw-Wert zusammen?

Der Uw-Wert ist kein einzelner Messwert, sondern wird nach DIN EN ISO 10077 aus drei Komponenten berechnet: dem Ug-Wert der Verglasung, dem Uf-Wert des Rahmenprofils und dem Psi-Wert (Ψ) des Glasrandverbunds. Die Berechnung gewichtet diese drei Werte nach ihren jeweiligen Flächenanteilen und Umfangslängen.

In der Praxis bedeutet das: Ein Fenster kann eine hervorragende Verglasung haben (niedriger Ug-Wert), aber wenn der Rahmen schlecht dämmt (hoher Uf-Wert), fällt der Gesamt-Uw-Wert deutlich schlechter aus. Deshalb ist es wichtig, auf das Gesamtsystem zu achten und nicht nur auf den Glaswert.

Übrigens: Bei einem typischen Fenster macht der Rahmen 20 bis 30 Prozent der Gesamtfläche aus. Trotzdem kann ein schlecht dämmender Rahmen den Uw-Wert um bis zu 0,3 W/(m²K) verschlechtern. Das Rahmenprofil ist also mindestens genauso wichtig wie die Verglasung.

Die drei Bausteine des Uw-Werts im Detail

Der Ug-Wert (g = glazing) beschreibt den Wärmeverlust durch die Glasfläche. Moderne Dreifachverglasungen erreichen hier Werte von 0,5 bis 0,7 W/(m²K). Der Uf-Wert (f = frame) gibt die Dämmleistung des Rahmenprofils an. Hochwertige Kunststoffprofile mit großer Bautiefe und vielen Kammern kommen auf Uf-Werte um 1,0 bis 1,3 W/(m²K). Der Psi-Wert beschreibt die Wärmebrücke am Glasrand, also an der Stelle, wo Glas und Rahmen aufeinandertreffen. Warme-Kante-Abstandhalter senken diesen Wert auf etwa 0,03 bis 0,04 W/(mK).

Welche Uw-Werte schreibt das GEG vor?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt fest, welche Uw-Werte bei Neubau und Sanierung mindestens eingehalten werden müssen. Bei einer Sanierung, also dem Austausch bestehender Fenster, gilt ein Höchstwert von 1,3 W/(m²K). Für KfW-Förderungen gelten noch strengere Anforderungen: Hier müssen die Fenster einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen.

Moderne Fenster mit Dreifachverglasung und hochwertigen Rahmenprofilen unterschreiten diese Vorgaben deutlich. Fenster mit Uw-Werten zwischen 0,7 und 0,9 W/(m²K) sind heute Stand der Technik und ermöglichen es, sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch die Förderbedingungen sicher einzuhalten.

Vorteile eines niedrigen Uw-Werts für Ihr Zuhause

Ein niedriger Uw-Wert bedeutet weniger Wärmeverlust durch die Fenster und damit niedrigere Heizkosten. Fenster mit einem Uw-Wert von 0,8 statt 1,3 W/(m²K) können die fensterbedingten Wärmeverluste um rund 40 Prozent reduzieren. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 20 Quadratmetern Fensterfläche summiert sich das über eine Heizperiode auf eine beachtliche Energieeinsparung.

Darüber hinaus verbessert sich der Wohnkomfort spürbar. Fenster mit niedrigem Uw-Wert haben an der Innenseite höhere Oberflächentemperaturen. Das reduziert Zugerscheinungen und verhindert Kondenswasser an den Scheiben. Die FeBa Fensterbau GmbH setzt bei ihren NovoLife-Profilsystemen auf hohe Bautiefen und Mehrkammerstrukturen, um durchgehend niedrige Uw-Werte zu erreichen.

Fenster mit einem Uw-Wert unter 0,95 W/(m²K) erfüllen die Voraussetzungen für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Damit können Sie bis zu 20 Prozent der Investitionskosten als Zuschuss erhalten.

Worauf sollten Sie beim Uw-Wert achten?

Lassen Sie sich beim Fensterkauf immer den Uw-Wert des konkreten Fensters nennen, nicht nur den Ug-Wert der Verglasung. Manche Anbieter bewerben ausschließlich den Glaswert, der naturgemäß besser ausfällt als der Gesamtwert. Der Uw-Wert muss für jede Fenstergröße und -form individuell berechnet werden, da das Verhältnis von Glas- zu Rahmenfläche den Wert beeinflusst.

Achten Sie auch auf den Einbau: Selbst das beste Fenster verliert seine Dämmleistung, wenn die Anschlussfuge zwischen Rahmen und Mauerwerk nicht fachgerecht abgedichtet wird. Eine normgerechte Montage nach RAL-Richtlinien stellt sicher, dass der Uw-Wert des Fensters in der Praxis auch tatsächlich erreicht wird.

Vorsicht: Ein kleines Fenster hat bei gleicher Verglasung und gleichem Profil einen schlechteren Uw-Wert als ein großes, weil der Rahmenanteil prozentual höher ist. Vergleichen Sie deshalb immer Fenster in derselben Referenzgröße.

Tipp: Fragen Sie Ihren Fachhändler nach dem Uw-Wert für die tatsächlich geplanten Fenstermaße. Nur so erhalten Sie einen realistischen Vergleich verschiedener Angebote.

Häufige Fragen zum Uw-Wert

Moderne Kunststofffenster mit Dreifachverglasung erreichen heute Uw-Werte zwischen 0,7 und 0,9 W/(m²K). Premium-Systeme mit großer Bautiefe und Warme-Kante-Abstandhaltern können sogar unter 0,8 W/(m²K) liegen. Fenster mit Zweifachverglasung kommen auf etwa 1,1 bis 1,3 W/(m²K).

Der Ug-Wert bezieht sich ausschließlich auf die Verglasung (g = glazing), der Uw-Wert auf das gesamte Fenster inklusive Rahmen und Glasrandverbund (w = window). Der Uw-Wert ist immer höher als der Ug-Wert, weil der Rahmen in der Regel schlechter dämmt als das Glas. Für die energetische Bewertung eines Fensters ist der Uw-Wert der aussagekräftigere Kennwert.

Für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) müssen Fenster einen Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen. Dieser Wert gilt für den Einzelmaßnahmen-Zuschuss beim Fenstertausch. Bei einer Sanierung zum Effizienzhaus können je nach angestrebtem Standard noch niedrigere Werte erforderlich sein.

Fenster aus den 1980er- und 1990er-Jahren mit Zweifach-Isolierverglasung haben typischerweise Uw-Werte um 2,5 bis 3,0 W/(m²K). Fenster mit unbeschichtetem Einfachglas liegen sogar bei 5,0 W/(m²K) und darüber. Im Vergleich zu modernen Fenstern mit Uw-Werten unter 1,0 verlieren alte Fenster also drei- bis fünfmal so viel Heizwärme.

Zusammenfassung: Das sollten Sie über den Uw-Wert wissen

Der Uw-Wert gibt den Wärmeverlust des gesamten Fensters an und setzt sich aus Ug-Wert (Glas), Uf-Wert (Rahmen) und Psi-Wert (Glasrand) zusammen. Das GEG fordert bei Sanierung maximal 1,3 W/(m²K), für KfW-Förderung sind maximal 0,95 W/(m²K) nötig. Moderne Fenster mit Dreifachverglasung erreichen 0,7 bis 0,9 W/(m²K). Vergleichen Sie immer den Uw-Wert des gesamten Fensters, nicht nur den Glaswert.

Sie möchten wissen, welchen Uw-Wert Ihre neuen Fenster erreichen können? Unsere Fachhändler berechnen den Wert für Ihre individuellen Fenstermaße und beraten Sie zu den aktuellen Fördermöglichkeiten.