Ud-Wert

Ud-Wert: Was der Dämmwert Ihrer Haustür aussagt

Ud-Wert – kurz erklärt

Der Ud-Wert (d = door) gibt an, wie viel Wärme durch eine Haustür nach außen verloren geht. Die Einheit ist W/(m²K). Je niedriger der Ud-Wert, desto besser dämmt die Tür. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fordert bei Sanierung einen Höchstwert von 1,8 W/(m²K), hochwertige Haustüren erreichen Werte unter 1,0.

Was ist der Ud-Wert bei Haustüren?

Der Ud-Wert ist der Wärmedurchgangskoeffizient einer kompletten Haustür. Das Kürzel „d“ steht für das englische „door“. Dieser Kennwert berücksichtigt alle Bestandteile der Tür: Türblatt, Rahmen (Zarge), Verglasung, Füllungen und Schwelle. Damit ist der Ud-Wert das zentrale Maß für die Energieeffizienz einer Haustür.

Gerade bei der Haustür ist eine gute Wärmedämmung entscheidend, denn sie stellt eine der größten Öffnungen in der Gebäudehülle dar. Eine schlecht gedämmte Haustür kann pro Heizperiode so viel Energie verlieren wie mehrere Quadratmeter ungedämmte Wand. Der Ud-Wert hilft Ihnen, verschiedene Türmodelle objektiv zu vergleichen.

Wie setzt sich der Ud-Wert zusammen?

Der Ud-Wert wird nach DIN EN 14351-1 berechnet und setzt sich aus mehreren Teilwerten zusammen. Das Türblatt bringt seinen eigenen Dämmwert mit, der je nach Material und Aufbau sehr unterschiedlich ausfallen kann. Bei Haustüren mit Glasausschnitten fließt zusätzlich der Ug-Wert der Verglasung ein. Die Türzarge und die Bodenschwelle bilden weitere Wärmebrücken, die in die Berechnung einfließen.

Besonders die Schwelle ist ein kritischer Punkt: Hier treffen Türblatt, Zarge und Fußboden aufeinander, und der Übergang muss sowohl dicht als auch barrierefrei sein. Hochwertige Haustüren verwenden thermisch getrennte Schwellen, um den Wärmeverlust an dieser Stelle zu minimieren.

Übrigens: Eine Haustür mit großem Glasausschnitt hat in der Regel einen höheren Ud-Wert als eine geschlossene Tür mit Vollfüllung. Der Grund: Selbst gutes Dreifachglas dämmt schlechter als ein gedämmtes Türblatt mit Schaumkern. Trotzdem können Haustüren mit Glas dank moderner Technik hervorragende Ud-Werte erreichen.

Ud-Werte verschiedener Haustür-Materialien

Kunststoff-Haustüren mit Mehrkammer-Profil und gedämmtem Türblatt erreichen Ud-Werte von 0,8 bis 1,2 W/(m²K). Aluminium-Haustüren mit thermisch getrennten Profilen liegen bei 0,9 bis 1,4 W/(m²K), wobei Premium-Modelle ebenfalls unter 1,0 kommen können. Holz-Haustüren bieten von Natur aus eine gute Dämmung und erreichen 0,9 bis 1,3 W/(m²K). Holz-Aluminium-Kombinationen vereinen die Dämmeigenschaften von Holz mit der Witterungsbeständigkeit von Aluminium und erzielen ähnlich gute Werte.

Welchen Ud-Wert fordert das GEG für Haustüren?

Das Gebäudeenergiegesetz schreibt für den Austausch von Außentüren einen maximalen Ud-Wert von 1,8 W/(m²K) vor. Dieser Grenzwert gilt, wenn mehr als 10 Prozent der Bauteilfläche erneuert werden. Für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gelten deutlich strengere Anforderungen: Hier muss die Haustür einen Ud-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) erreichen, um förderfähig zu sein.

Wer in eine hochwertige Haustür mit einem Ud-Wert unter 1,3 investiert, profitiert also doppelt: von niedrigeren Heizkosten und von attraktiven Förderzuschüssen. Moderne Haustüren aus dem Fachhandel unterschreiten die GEG-Vorgaben in der Regel deutlich.

Vorteile einer Haustür mit niedrigem Ud-Wert

Eine gut gedämmte Haustür spart nicht nur Heizenergie, sondern verbessert auch den Wohnkomfort im Eingangsbereich erheblich. Bei einer alten Haustür mit Ud-Werten um 3,0 oder höher zieht kalte Luft spürbar durch den Flur. Eine moderne Tür mit Ud-Wert unter 1,0 beseitigt dieses Problem und sorgt für gleichmäßig angenehme Temperaturen.

Darüber hinaus steigert eine energieeffiziente Haustür den Wert Ihrer Immobilie. Im Energieausweis wirkt sich der bessere Ud-Wert positiv auf die Gesamtbewertung des Gebäudes aus. Die FeBa Fensterbau GmbH bietet mit den Haustür-Serien FeBa Selection, FeBa 4 Jahreszeiten und FeBa AluWood Modelle, die hohe Wärmedämmung mit ansprechendem Design verbinden.

Der Austausch einer alten Haustür (Ud-Wert 3,0) gegen ein modernes Modell (Ud-Wert 1,0) kann den Wärmeverlust durch die Tür um rund zwei Drittel senken. Bei steigenden Energiepreisen macht sich diese Investition schnell bezahlt.

Worauf sollten Sie beim Ud-Wert Ihrer Haustür achten?

Vergleichen Sie beim Türkauf immer den Ud-Wert des gesamten Türelements, nicht nur den Wert des Türblatts oder der Füllung. Nur der Gesamt-Ud-Wert berücksichtigt alle Wärmebrücken und gibt ein realistisches Bild der Dämmleistung. Achten Sie besonders auf die Schwelle: Eine thermisch getrennte Schwelle kann den Ud-Wert um 0,1 bis 0,3 W/(m²K) verbessern.

Auch die Dichtungen spielen eine wichtige Rolle. Eine Haustür sollte mindestens zwei, besser drei umlaufende Dichtungsebenen haben, um Zugluft und Wärmeverluste zuverlässig zu unterbinden. Hochwertige Türsysteme wie das FeBa ADS 75 Aluminium-Türprofil bieten mehrfache Dichtungsebenen und thermische Trennung serienmäßig.

Vorsicht: Eine Haustür mit vielen Glasflächen und einfacher Zweifachverglasung kann trotz hochwertigem Rahmen einen enttäuschenden Ud-Wert aufweisen. Bestehen Sie bei großen Glasausschnitten auf Dreifachverglasung und Warme-Kante-Abstandhalter.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Ud-Wert die Anforderungen für BEG-Fördermittel erfüllt. So sichern Sie sich attraktive Zuschüsse und senken die Investitionskosten spürbar.

Häufige Fragen zum Ud-Wert bei Haustüren

Ein Ud-Wert unter 1,3 W/(m²K) gilt als gut und ist gleichzeitig die Voraussetzung für BEG-Fördermittel. Hochwertige Haustüren mit Vollwärmeschutz erreichen Werte unter 1,0 W/(m²K). Als Mindeststandard sollte der GEG-Grenzwert von 1,8 W/(m²K) betrachtet werden.

Glasflächen in der Haustür erhöhen tendenziell den Ud-Wert, weil selbst gutes Dreifachglas schlechter dämmt als ein gedämmtes Türblatt. Mit moderner Dreifachverglasung und Warme-Kante-Technik sind aber auch Haustüren mit Glasausschnitt bei Ud-Werten von 1,0 bis 1,3 W/(m²K) möglich. Entscheidend ist die Qualität der verwendeten Verglasung.

Ja. Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Sie einen Zuschuss für den Austausch Ihrer Haustür erhalten, wenn die neue Tür einen Ud-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) erreicht. Der Zuschuss kann bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten betragen. Die Antragstellung erfolgt über das BAFA.

Beide Werte beschreiben den Wärmedurchgangskoeffizienten eines Bauteils. Der Ud-Wert bezieht sich auf Türen (d = door), der Uw-Wert auf Fenster (w = window). Die Berechnungsmethoden sind ähnlich, berücksichtigen aber die unterschiedlichen Konstruktionsmerkmale: Bei Türen spielen Schwelle und Türfüllung eine Rolle, bei Fenstern der Glasrandverbund und das Rahmenprofil.

Zusammenfassung: Das sollten Sie über den Ud-Wert wissen

Der Ud-Wert misst den Wärmeverlust der gesamten Haustür in W/(m²K). Das GEG fordert maximal 1,8, für BEG-Förderung sind maximal 1,3 nötig. Hochwertige Haustüren erreichen Werte unter 1,0. Besonders Schwelle, Dichtungen und Verglasung beeinflussen den Ud-Wert. Vergleichen Sie immer den Gesamtwert des Türelements, nicht nur einzelne Komponenten.

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