Falzfüllung

Falzfüllung beim Fenster: Kleines Bauteil mit großer Wirkung für die Dämmung

Falzfüllung – kurz erklärt

Die Falzfüllung ist ein Dämmelement, das im Falzbereich zwischen Blendrahmen und Flügel eines Fensters eingesetzt wird. Sie schließt Hohlräume im Rahmenprofil ab und verbessert die Wärmedämmung genau dort, wo sonst Kältebrücken entstehen können. Besonders bei Kunststofffenstern kommt die Falzfüllung häufig zum Einsatz.

Was ist eine Falzfüllung beim Fenster?

Die Falzfüllung ist ein Dämmprofil oder Dämmeinsatz, der im Falzbereich eines Fensters montiert wird. Der Falz ist der Bereich, in dem sich der bewegliche Fensterflügel und der feststehende Blendrahmen überlappen. In diesem Bereich befinden sich Dichtungen und Beschläge, aber auch Hohlräume im Profil, die ohne zusätzliche Dämmung als Kältebrücke wirken können.

Die Falzfüllung schließt diese Hohlräume und verhindert, dass kalte Luft in den Falzbereich eindringt oder sich dort Konvektion bildet. Obwohl sie von außen nicht sichtbar ist, trägt sie messbar zur Verbesserung des Uw-Werts bei.

Wo sitzt die Falzfüllung im Fensterprofil?

Der Falzbereich liegt zwischen der äußeren Dichtungsebene (Wetterschutz) und der inneren Dichtungsebene (Raumseitige Abdichtung). Moderne Kunststofffenster haben in der Regel zwei oder drei Dichtungsebenen, zwischen denen ein Hohlraum verbleibt. Genau in diesem Zwischenraum wird die Falzfüllung platziert.

Bei Fenstern mit Mitteldichtung (MD-Systeme) sitzt die Falzfüllung typischerweise im Bereich zwischen der mittleren und der inneren Dichtung. Sie füllt den Raum vollständig aus und wirkt wie eine zusätzliche Dämmschicht. Profilsysteme mit integrierter Falzfüllung, wie sie etwa in der FeBa NovoLife-Serie verbaut werden, optimieren den Uf-Wert des Rahmens bereits ab Werk.

Übrigens: Der Falzbereich macht bei einem Standardfenster (1,23 x 1,48 m) etwa 15 bis 20 Prozent der Gesamtfläche aus. Eine verbesserte Dämmung in diesem Bereich wirkt sich daher spürbar auf den Uw-Wert des gesamten Fensters aus.

Wie verbessert die Falzfüllung die Wärmedämmung?

Ohne Falzfüllung kann sich im Hohlraum des Falzbereichs eine Luftzirkulation (Konvektion) bilden. Warme Luft steigt auf, kühlt an der Außenseite ab und sinkt wieder nach unten. Dieser Kreislauf transportiert Wärme aus dem Raum nach außen. Die Falzfüllung unterbindet diese Konvektion, indem sie den Hohlraum vollständig ausfüllt.

Zusätzlich wirkt das Material der Falzfüllung selbst als Dämmstoff. Gängige Materialien sind geschäumtes Polyethylen (PE) oder extrudiertes Polystyrol (XPS), die eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Der Uf-Wert des Rahmenprofils verbessert sich durch die Falzfüllung typischerweise um 0,1 bis 0,2 W/(m²K).

Eine Falzfüllung kann den Uf-Wert des Rahmenprofils um bis zu 0,2 W/(m²K) senken. Bei einem Einfamilienhaus mit 15 Fenstern summiert sich das über eine Heizperiode zu einer messbaren Energieeinsparung, die sich langfristig auch in den Heizkosten bemerkbar macht.

Worauf sollten Sie bei der Falzfüllung achten?

Die Falzfüllung ist kein Bauteil, das Sie separat bestellen oder nachrüsten. Sie wird vom Fensterhersteller direkt im Profil verbaut. Wenn Sie neue Fenster planen, fragen Sie gezielt nach, ob das angebotene Profilsystem eine Falzfüllung enthält. Bei hochwertigen Mehrkammer-Profilen mit Mitteldichtung gehört sie in der Regel zum Standard.

Vorsicht: Bei Billigfenstern wird am Falzbereich oft gespart. Ein leerer Falzraum ohne Füllung ist von außen nicht erkennbar, verschlechtert aber die Dämmung des gesamten Fensters. Achten Sie im Angebot auf den Uf-Wert des Rahmens, nicht nur auf den Ug-Wert des Glases.

Tipp: Vergleichen Sie beim Fensterkauf den Uf-Wert verschiedener Profilsysteme. Ein niedriger Uf-Wert ist ein Indiz dafür, dass der Hersteller auch am Falzbereich nicht spart und Maßnahmen wie Falzfüllungen und optimierte Kammergeometrien einsetzt.

Häufige Fragen zur Falzfüllung

In der Regel nicht. Die Falzfüllung wird werkseitig in das Fensterprofil eingebracht. Eine nachträgliche Montage ist technisch schwierig und kann die Funktion der Dichtungen und Beschläge beeinträchtigen. Bei einem Fenstertausch sollten Sie jedoch gezielt ein Profilsystem mit integrierter Falzfüllung wählen.

Nein. Falzfüllungen sind vor allem bei hochwertigen Kunststofffenstern mit Mitteldichtungssystemen üblich. Einfache Profile mit Anschlagdichtung (AD-Systeme) haben oft keinen separaten Falzraum, der gefüllt werden könnte. Bei Holz- und Aluminiumfenstern kommen andere konstruktive Lösungen zur Falzdämmung zum Einsatz.

Die Flügelfalzdichtung ist eine elastische Dichtung, die den Spalt zwischen Flügel und Blendrahmen abdichtet und Wind sowie Regenwasser fernhält. Die Falzfüllung dagegen ist ein festes Dämmelement, das den Hohlraum im Falzbereich ausfüllt. Beide Bauteile ergänzen sich: Die Dichtung schließt den Falz nach außen ab, die Füllung dämmt den Falzraum von innen.

Ja, die Falzfüllung trägt auch zur Schalldämmung bei. Sie verhindert, dass sich Schallwellen im Hohlraum des Falzbereichs ungehindert ausbreiten. Der Effekt ist allerdings geringer als bei der Verglasung oder den Dichtungen. Für eine deutliche Schallschutzverbesserung sind vor allem dickere Gläser und ein asymmetrischer Glasaufbau entscheidend.

Zusammenfassung: Das sollten Sie über die Falzfüllung wissen

Die Falzfüllung ist ein Dämmelement im Falzbereich zwischen Blendrahmen und Fensterflügel. Sie unterbindet Konvektion im Hohlraum und verbessert den Uf-Wert des Rahmens um bis zu 0,2 W/(m²K). Als werkseitig verbautes Bauteil lässt sie sich nicht nachrüsten. Achten Sie beim Fensterkauf auf Profilsysteme mit integrierter Falzfüllung und vergleichen Sie die Uf-Werte verschiedener Anbieter.

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