Anschlagsrichtung

Anschlagsrichtung bei Fenstern und Türen: So bestimmen Sie DIN links und DIN rechts

Anschlagsrichtung – kurz erklärt

Die Anschlagsrichtung gibt an, zu welcher Seite sich ein Fenster oder eine Tür öffnet. Man unterscheidet zwischen DIN links und DIN rechts. Die korrekte Angabe ist bei der Bestellung neuer Fenster und Türen unverzichtbar, damit Beschläge und Bänder richtig montiert werden.

Was bedeutet die Anschlagsrichtung bei Fenstern und Türen?

Die Anschlagsrichtung beschreibt die Seite, an der die Bänder (Scharniere) eines Fensters oder einer Tür sitzen, und damit auch die Seite, zu der sich der Flügel öffnen lässt. In Deutschland wird die Anschlagsrichtung nach DIN 107 festgelegt. Diese Norm sorgt dafür, dass Hersteller, Händler und Monteure die gleiche Sprache sprechen und Verwechslungen bei der Bestellung ausgeschlossen sind.

Wer neue Fenster oder eine Haustür bestellt, muss die Anschlagsrichtung korrekt angeben. Ein Fehler an dieser Stelle kann dazu führen, dass das Fenster spiegelverkehrt geliefert wird und nicht in die vorgesehene Öffnung passt.

Die Bestimmung der Anschlagsrichtung folgt einer klaren Regel: Stellen Sie sich vor das geschlossene Fenster oder die geschlossene Tür und blicken Sie auf die Seite, zu der sich der Flügel hin öffnet (also die Bandseite). Bei Fenstern schauen Sie von der Rauminnenseite auf das Fenster. Bei Haustüren blicken Sie von außen auf die Tür.

Sind die Bänder auf der linken Seite und der Griff auf der rechten Seite, handelt es sich um DIN links (der Flügel wird nach links aufgezogen). Sind die Bänder rechts und der Griff links, ist es DIN rechts. Diese Zuordnung gilt sowohl für Fenster als auch für Türen.

Übrigens: Die Bezeichnungen DIN links und DIN rechts beziehen sich immer auf die Bandseite, also die Seite mit den Scharnieren. Das Kürzel „DIN“ steht dabei für das Deutsche Institut für Normung, das die Norm DIN 107 herausgibt.

Unterschied bei Fenstern und Haustüren

Bei Fenstern wird die Anschlagsrichtung aus der Rauminnenseite betrachtet, da Fenster in Deutschland nach innen öffnen. Bei Haustüren gilt die Betrachtung von der Angriffsseite, also von außen. Dieser Unterschied ist wichtig, denn bei einer Haustür, die nach innen öffnet, stehen Sie zur Bestimmung der DIN-Richtung draußen vor der Tür und schauen auf die Bänder.

Warum ist die richtige Anschlagsrichtung so wichtig?

Die Anschlagsrichtung bestimmt nicht nur, wohin sich der Flügel öffnet, sondern beeinflusst auch die Planung der umgebenden Bauteile. Ein nach links öffnendes Fenster neben einer Wand braucht auf der rechten Seite freien Schwenkraum. Rollläden, Raffstores und Insektenschutzgitter müssen ebenfalls auf die Öffnungsrichtung abgestimmt sein.

Bei Haustüren spielt die Anschlagsrichtung zusätzlich eine Rolle für den Fluchtweg. In manchen Gebäuden schreiben Brandschutzvorschriften eine bestimmte Öffnungsrichtung vor, damit Türen im Notfall in Fluchtrichtung aufschlagen. Bei der Planung mehrerer Fenster nebeneinander kann eine wechselseitige Anschlagsrichtung sinnvoll sein, um symmetrisches Öffnen zu ermöglichen.

Die korrekte Angabe der Anschlagsrichtung bei der Bestellung spart Zeit und Geld. Ein falsch angeschlagenes Fenster muss im schlimmsten Fall zurückgeschickt und neu gefertigt werden. Nehmen Sie sich daher die Zeit, die Richtung sorgfältig zu bestimmen.

Worauf sollten Sie bei der Anschlagsrichtung achten?

Prüfen Sie vor der Bestellung nicht nur die vorhandene Einbausituation, sondern denken Sie auch an die Raumnutzung. Ein Fenster neben einer Tür sollte so angeschlagen sein, dass sich beide Elemente nicht gegenseitig behindern. Berücksichtigen Sie auch Möblierung und Heizkörperpositionen beim Festlegen der Öffnungsseite.

Vorsicht: Verwechseln Sie nicht die Perspektive. Bei Fenstern bestimmen Sie die Richtung von innen, bei Haustüren von außen. Ein häufiger Fehler, der zu falschen Bestellungen führt.

Tipp: Fotografieren Sie Ihre vorhandenen Fenster mit sichtbaren Bändern und senden Sie die Bilder an Ihren Fachhändler. So können beide Seiten die Anschlagsrichtung zweifelsfrei abgleichen.

Häufige Fragen zur Anschlagsrichtung

Bei den meisten Fenstern und Türen ist die Anschlagsrichtung konstruktiv festgelegt und lässt sich nicht einfach umkehren. Ein Wechsel erfordert in der Regel den Austausch des Beschlags und der Bänder. Bei manchen Haustüren ist ein Umschlagen möglich, wenn die Zarge symmetrisch aufgebaut ist. Fragen Sie Ihren Fachhändler, ob ein Umbau in Ihrem Fall technisch machbar ist.

In Bestellformularen wird die Anschlagsrichtung in der Regel als „DIN L“ oder „DIN R“ angegeben, oft ergänzt durch eine Skizze mit der Bandseite. Manche Hersteller fragen zusätzlich die Griffseite ab. Wenn Sie unsicher sind, zeichnen Sie eine einfache Skizze mit der Position der Bänder und senden Sie sie mit der Bestellung mit.

Bei Schiebetüren spricht man nicht von der Anschlagsrichtung im klassischen Sinne, sondern von der Schieberichtung. Man gibt an, in welche Richtung der bewegliche Flügel geschoben wird, z.B. „Schieberichtung links“ oder „Schieberichtung rechts“. Die DIN-Norm für Anschlagsrichtungen bezieht sich auf Dreh- und Kippflügel.

Bei zweiflügeligen Fenstern hat jeder Flügel seine eigene Anschlagsrichtung. Die Bänder sitzen jeweils an den Außenseiten des Fensters: Der linke Flügel ist DIN links angeschlagen, der rechte DIN rechts. In der Mitte treffen die beiden Flügel aufeinander, wobei einer als Stulp-Flügel (ohne feste Mittelsprosse) oder mit festem Pfosten ausgeführt sein kann.

Zusammenfassung: Das sollten Sie über die Anschlagsrichtung wissen

Die Anschlagsrichtung gibt an, auf welcher Seite die Bänder sitzen und wohin sich der Flügel öffnet. Bei Fenstern wird sie von der Rauminnenseite bestimmt, bei Haustüren von außen. Die korrekte Angabe bei der Bestellung ist entscheidend, um Fehllieferungen zu vermeiden. Berücksichtigen Sie neben der bestehenden Einbausituation auch Schwenkbereich, Möblierung und eventuell angrenzende Türen.

Sie sind unsicher bei der Bestimmung der Anschlagsrichtung? Unsere Fachhändler unterstützen Sie gerne beim Aufmaß und der korrekten Bestellung.