Griffolive

Griffolive: Was steckt hinter dem Fachbegriff für den Fenstergriff?

Griffolive – kurz erklärt

Die Griffolive ist der Drehgriff am Fenster, mit dem Sie den Beschlag bedienen. Durch Drehen der Olive wird das Fenster geöffnet, gekippt oder verriegelt. Der Fachbegriff stammt von der ursprünglichen Form: Frühere Fenstergriffe hatten eine olivenförmige Verdickung in der Mitte.

Was ist eine Griffolive?

Griffolive ist der Fachbegriff für den Fenstergriff. Der Name setzt sich aus „Griff“ und „Olive“ zusammen und geht auf die historische Bauform zurück: Alte Fenstergriffe waren als zweiseitiger Hebel mit einer bauchigen Verdickung in der Mitte gestaltet, die an eine Olive erinnerte. Heute sind die meisten Griffoliven als einseitiger Hebel ausgeführt, der Fachbegriff hat sich aber in der Branche gehalten.

Die Griffolive steuert über den Fensterbeschlag die verschiedenen Öffnungsstellungen. In der Regel gibt es drei Positionen: Griff nach unten bedeutet „geschlossen und verriegelt“, waagerecht steht für „Drehen“ (Fenster lässt sich öffnen) und Griff nach oben bedeutet „Kippen“. Bei Dreh-Kipp-Fenstern schaltet die Griffolive also zwischen drei Betriebszuständen um.

Übrigens: Die Begriffe Griffolive, Fensterolive, Fenstergriff und Olive werden im Fensterbau synonym verwendet. Alle meinen dasselbe Bauteil.

Materialien und Varianten

Griffoliven werden aus verschiedenen Materialien gefertigt. Am häufigsten kommt Kunststoff zum Einsatz, da er leicht, preisgünstig und in vielen Farben verfügbar ist. Griffoliven aus Aluminium bieten eine hochwertigere Haptik und sind besonders langlebig. Für den gehobenen Bereich gibt es Edelstahl- und Messingausführungen, die oft in denkmalgeschützten Gebäuden oder bei hochwertiger Innenausstattung eingesetzt werden.

Neben der Standardausführung gibt es zwei wichtige Sondervarianten: Griffoliven mit Druckknopf-Rastung rasten in jeder Position spürbar ein und verhindern ein versehentliches Weiterdrehen. Abschließbare Griffoliven lassen sich nur mit einem Schlüssel betätigen und bieten damit Einbruchschutz und Kindersicherung zugleich.

Farbauswahl und Design

Moderne Griffoliven sind in zahlreichen Farben erhältlich. Die Standardfarben Weiß und Silber (F1-eloxiert) decken den Großteil des Bedarfs. Für farbige oder anthrazitfarbene Fensterprofile stehen passende Griffoliven in Anthrazit, Schwarz, Titangrau oder Bronze zur Verfügung. Die flache, ergonomische Formgebung zeitgemäßer Griffe liegt gut in der Hand und steht mit geringem Überstand kaum über den Flügelrahmen hinaus.

Sicherheit: Abschließbare Griffoliven

Abschließbare Griffoliven sind ein einfaches, aber wirkungsvolles Sicherheitselement. Sie verhindern, dass ein Einbrecher den Griff durch ein eingeschlagenes Loch in der Scheibe drehen kann. Gleichzeitig bieten sie Kindersicherung, da kleine Kinder das Fenster nicht selbstständig öffnen können.

Für die Widerstandsklasse RC 2 und höher sind abschließbare Griffoliven nach DIN EN 1627 vorgeschrieben. Sie lassen sich bei den meisten Fenstern problemlos nachrüsten, da Stiftmaß und Lochabstand standardisiert sind. Der übliche Lochabstand beträgt 43 mm, die Stiftlänge variiert je nach Flügeldicke zwischen 35 und 45 mm.

Vorsicht: Griffoliven ohne Prüfzeichen bieten keinen zuverlässigen Einbruchschutz. Achten Sie bei abschließbaren Modellen auf die Kennzeichnung nach DIN 18267 Klasse 2 oder höher.

Griffoliven vereinen Funktion und Optik auf kleinem Raum. Durch die große Auswahl an Materialien, Farben und Sicherheitsvarianten lässt sich der Fenstergriff individuell an das Fenstersystem und die Einrichtung anpassen.

Griffolive wechseln: Worauf sollten Sie achten?

Ein Griffolivenwechsel ist in der Regel eine einfache Arbeit, die ohne Fachbetrieb möglich ist. Sie drehen die Abdeckkappe am Griff, lösen die beiden Befestigungsschrauben, ziehen den alten Griff ab und setzen den neuen in umgekehrter Reihenfolge ein. Wichtig ist, dass die Stiftlänge zur Flügeldicke passt und der Lochabstand übereinstimmt.

Tipp: Wenn Sie in Ihrem Haus alle Griffoliven gegen abschließbare Modelle tauschen, bestellen Sie diese gleichschließend. Dann benötigen Sie nur einen Schlüssel für alle Fenster.

Häufige Fragen zur Griffolive

Der Begriff stammt von der historischen Bauform. Ältere Fenstergriffe waren als zweiseitiger Hebel mit einer bauchigen Verdickung in der Mitte ausgeführt, die an eine Olive erinnerte. Obwohl heutige Griffoliven diese Form nicht mehr haben, hat sich der Fachbegriff im Fensterbau gehalten.

Ja. Der Austausch eines Fenstergriffs zählt zu den einfachsten Wartungsarbeiten am Fenster. Sie benötigen lediglich einen Schraubendreher. Achten Sie darauf, dass die Stiftlänge (meist 35 bis 45 mm) und der Lochabstand (Standard: 43 mm) zum vorhandenen Beschlag passen.

Abschließbare Griffoliven bieten wirksamen Schutz dagegen, dass Kleinkinder das Fenster selbstständig öffnen. Sie ersetzen jedoch keine geprüfte Kindersicherung nach EN 13126-5. Für einen umfassenden Schutz empfehlen Fachleute die Kombination aus abschließbarem Griff und einer zusätzlichen mechanischen Fenstersicherung.

Zusammenfassung: Das sollten Sie über die Griffolive wissen

Die Griffolive ist der Fachbegriff für den Fenstergriff. Mit ihr steuern Sie Öffnen, Kippen und Verriegeln des Fensterflügels. Griffoliven gibt es in Kunststoff, Aluminium und Edelstahl, in vielen Farben und als abschließbare Variante für Einbruchschutz und Kindersicherung. Ein Griffwechsel ist ohne Fachbetrieb möglich.

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